"Tag der Demokratie" in Remagen

Marktplatz Remagen, 12 bis 16 Uhr, 21.11.2015

Im November um den Volkstrauertag kommen sie wieder nach Remagen – ein gutes Hundert Rechtsextremer, die mit ihren dumpfen Parolen gegen den Rechtsstaat trommeln und am ehemaligen „Rheinwiesenlager“ Geschichtsverfälschung betreiben. Remagener Bürger demonstrieren seit drei Jahren auf dem Marktplatz friedlich mit einem bunten Volksfest und politischen Aussagen gegen diese genehmigte Demonstration. „Remagen ist eine tolerante, weltoffene  Stadt, in der Menschen unterschiedlichster Herkunft und Lebensweisen willkommen sind und friedlich miteinander leben. „Fremdenfeindlichkeit, Rassismus sowie Diffamierung und Gewalt gegen ethnische, soziale und kulturelle Minderheiten wollen wir nicht in unserer Stadt und unserem Land,“ heißt es bei den Bürgern. Zahlreiche Aktive aus Vereinen und Gruppierungen haben für den „Tag der Demokratie“ ein Programm aus Musik, Ansprachen und Berichten zusammengestellt. Mit dem Aktionstag  „gegen Rechts“ möchten die Organisatoren das „bunte Bild“ der Stadt darstellen und für Toleranz und Demokratie im Lande eintreten. Ein Ansinnen, das bei der weltpolitischen Lage und der daraus resultierenden Flüchtlingssituation von besonderer Bedeutung ist.

Um 11 Uhr bereits beginnt der Tag mit einem Friedensgottesdienst an der Kapelle „Schwarze Madonna“. In Anlehnung an die legendäre Veranstaltung gegen Rechts „Arsch huh, Zäng ussenander“ in Köln-Deutz sind für den 21. In Remagen auf dem Marktplatz neben der Kölner Mundartgruppe „Klüngelköpp“ die Musikbands „Kempes Feinest“ sowie die „Sunshine Dance Band“ engagiert worden. Für Unterhaltung ist also gesorgt. Die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, wird mit ihrer Rede gegen 12 Uhr den „Tag der Demokratie auf dem Marktplatz eröffnen. Vorher wird sie auf der „Infomeile“, auf der zahlreiche Vereine und Institutionen ihre Arbeit für die Menschen und die Demokratie im Kreis Ahrweiler dokumentieren, besuchen. Die CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Julia Klöckner, sowie der Präsident der Koblenzer Fachhochschule Prof. Kristian Bosselmann-Cyran werden zu den Themen Demokratie und Toleranz sprechen. Ebenso werden Remagens Bürgermeister Herbert Georgi, sowie der Landrat des Kreises Ahrweiler, Dr. Jürgen Pföhler, Stellung beziehen. Jugendliche kommen auf der Bühne zum Thema Toleranz zu Wort, und wir sind bemüht, Asylbewerber, die bereits eine Zeit in Deutschland leben, von ihren Erfahrungen berichten zu lassen.  

 Von 12 bis 16 Uhr ist die Ausstellung „Kriegsende im Kreis Ahrweiler“ in der Friedenskirche zu sehen, in der „Galerie der Kulturwerkstatt“ zeigt der syrische Künstler Nihad Gulé seine Werke und über den Spendenlauf gegen Rechts kann man sich unter http://rechtsgegenrechts.de/remagen informieren.

Ein besonderer Hinweis gilt dem herausragende Theaterstück „Winni & Adi“, „Tage gegen das Vergessen“, das als Erweiterung zum „Tag der Demokratie“ am Dienstag, 24.11., ab 19 Uhr in der Rheinhalle aufgeführt wird. Karten dazu (15 Euro) gibt es in der „Tourismusinformation“ am Marktplatz und in „Hauffes Buchsalon“, Marktstraße 34.

Die Veranstaltungen finden innerhalb des Bundesprogramms „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.